Theodor W. Adorno

Theodor Wiesengrund Adorno wurde am 11. September 1903 als Sohn des Weinhändlers Wiesengrund und seiner Frau, der italienischen Sängerin Maria Calvelli-Adorno, in Frankfurt geboren. Von 1921 – 1923 Studium der Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musiktheorie in Frankfurt/Main. Während  dieser Zeit schließt Adorno Freundschaft mit Max Horkheimer und Walter Benjamin. Parallel zu seinem Studium ist Adorno bereits als Musikkritiker tätig.

Im Jahre 1924 promoviert Adorno in Frankfurt/Main bei Hans Cornelius über „Die Transzendenz des Dinglichen und Noematischen in Husserls Phänomenologie“. 1931 habilitiert sich Adorno bei Paul Tillich mit der arbeit „Kierkegaard, Konstruktion des Asthetischen“. 1934 emigriert er nach England und ist in Oxford als Dozent tätig. 1938 emigriert Adorno in die USA und wird offizielles Mitglied des nach New York übergesiedelten Instituts für Sozialforschung. 1942 – 1944 siedelt er nach Kalifornien über und arbeitet dort zusammen mit Max Horkheimer an der „Dialektik der Aufklärung“.

Im Jahre 1947 veröffentlicht Adorno zusammen mit Max Horkheimer in den USA die „Dialektik der Aufklärung“, die erst 1969 in deutschland erscheint. In dem ebenso berühmten wie umstrittenen Werk suchen die Verfasser eine Antwort auf die Frage, „warum die Menschheit, anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine Art von Barberei versinkt. 1949 kehrt Adorno nach Deutschland zurück und übernimmt die Leitung des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt / Main.

Adorno gilt neben Max Horkheimer und Herbert Marcuse als Hauptvertreter der Frankfurter Schule und der Kritischen Theorie. Mit der Kritik an der bürgerlichen Ideologie der allmählich zu Wohlstand gekommenen Nachkriegsgesellschaft und an der modernen bürokratisierten und technisierten Welt erreicht er vor allem die junge  Generation.

Am 06. August 1969 stirbt Adorno in Birg/Schweiz an den Folgen eines Herzinfarkts.

Dialektik der Aufklärung – Philosophische Fragmente; Max Horkheimer / Theodor W. Adorno; 1969, Fischer Verlag, Frankfurt / Main

Theodor W. Adorno – zur Einführung; hrsg. Gerhard Schweppenhäuser, 1996, Junius Verlag Hamburg