C.G. Jung

Carl Gustav Jung wurde am 26. Juli 1875 in Kesswil, Kanton Thurgau, schweiz, geboren. Er studierte in Basel Medizin und wurde 1900 Assistent am „Burghölzli“, der Psychiatrischen Klinik der Universität Zürich. Seit 1905 war er als Privatdozent der Psychiatrie an der Universität Zürich tätig.

Seit 1907 arbeitete er mit Sigmund Freud zusammen, 1911 wurde er der erste Präsident der neugegründeten Internationalen Psychoanalytischen Gesellschaft. 1912/13 Trennung von der psychoanalytischen Bewegung Freuds. Nachdem er seine Dozentur an der Universität Zürich aufgegeben hatte, widmete er sich ganz der Herausarbeitung der „Analytischen Psychologie“. Er starb am 6. Juni 1961 im Alter von 85 Jahren in Küsnacht.

Lange Zeit sah man in C.G. Jung nur einen Gegenspieler Sigmunds Freuds. Heute steht mit der von ihm geschaffenen Analytischen Psychologie einGebäude vor uns, das durch seine konsequente wissenschaftliche Geisteshaltung geprägt ist. Die Ergebnisse der Forschungen C. G. Jungs über das persönliche und kollektive Unbewußte sind heute nicht nur wesentliche Bestandteile der modernen ärztlichen und nichtärztlichen Psychologie, sondern haben zahlreichen Wissensgebieten, wie z.B. Anthropologie, Ethnologie, Religionswissenschaft, Biologie, Nationalökonomie, neue Auffassungen vermittelt.

Zu Jungs folgenreichsten Entdeckungen gehören die sogenannten Archetypen, sie formen das Muster, welches sowohl den Instinkten, wie auch der irrtümlichen Bilderwelt der Phantasien und Träume zugrunde liegt. Sie sind die Keime aller Gestaltung und aller bewußten Erkenntnis.

Bewußtes und Unbewußtes; 1957, Fischer Verlag GmbH, Frankfurt a. M.

Dieser Sammelband vereinigt vier wichtige Arbeiten C.G. Jungs, die eine vorzügliche Einführung in die Analytische Psychologie darstellen und zugleich das weite kulturhistorische Spektrum der Forschungstätigkeit C.G. Jungs umreißen.

Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung; Hrsg. Aniela Jaffe, Sonderausgabe 1984, Walter Verlag, Olten

Noch kurz vor seinem Tode, zu Beginn seines neunten Jahrzehnts, hat C. G. Jung wesentliche Gedanken über sein Werden und sein Werk seiner Mitarbeiterin und Sekretärin Aniela Jaffe erzählt und sie mit der Aufzeichnung und Gestaltung betraut. Einzelne Teile hat er selber verfasst. Ein sehr lesenswertes Buch über das Schaffen von C. G. Jung.

Von Traum und Selbsterkenntnis; Hrsg. Franz Alt, 1994, Walter Verlag, Solothurn und Düsseldorf

Eine kleine Einführung in die Traumpsychologie und die Wichtigkeit der Träume sowie ihrer Deutung für unser Leben. Der Traum ist das reinste Produkt unseres Unbewußten, er ist im Gegensatz zu unserem Bewußten nicht manipulierbar.