Ballaststoffe

Ballaststoffe werden als jener Bestandteil der Nahrung definiert, der von menschlichen Verdauungsenzymen nicht oder nur teilweise abgebaut werden kann. Dazu gehören z.B. die Randschichten des Getreides im Vollkornbrot, die Pflanzenfasern in Gemüse oder Obst, aber auch Quellstoffe wie das Pektin im Apfel. Ballaststoffe passieren unverändert den Dünndarm und werden teilweise im Dickdarm von Darmbakterien verstoffwechselt. Sie besitzen ein hohes Quellvermögen; sie steigern das Volumen der aufgenommenen Lebensmittel und verursachen einen größeren Sättigungseffekt. Zudem erhöhen sie das Stuhlgewicdht und beschleunigen dadurch die Darmperistaltik. So wirken sie einer Verstopfungsneigung entgegen.

Durch eine ballaststoffreiche Ernährung nimmt das Risiko für Diverticulose und Dickdarmkrebs ab. Einige Studien zeigten, dass eine hohe Ballaststoffzufuhrdas Herzinfarktrisiko vermindert; es konnte eine Snkung des LDL-Cholesterins nachgewiesen werden. Wahrscheinlich tragen die Ballaststoffe auch zu einer Verbesserung der Immunkompetenz bei. Wichtig ist, dass bei einer hohen Ballaststoffzufuhr auch ausreichend getrunken wird, da Ballaststoffe zum Quellen Flüssigkeit benötigen.

(Quelle: Hans Günter Kugler; “Vegetarisch essen – Fleisch vergessen”, 2010)