Alfred Adler

Alfred Adler wurde 1870 in Wien geboren. Er entschied sich früh für den Arztberuf, den er dann lange Jahre in Wien ausübte. Sigmund Freud forderte ihn 1902 auf, seiner Studiengruppe beizutreten, im Laufe der gemeinsamen Arbeit entwickelte Adler aber seine eigenen Ansichten, so daß es 1911 zu einem offenen Bruch zwischen den beiden kam. Adler begründete nun seine eigene Auffassung der Individualpsychologie, mit einer eigenen Schule und einer eigenen Zeitschrift.

Ab 1925 reiste er häufig nach Amerika, wo er sich 1935 endgültig niederließ. Hier fand seine Psychologie große Beachtung und Anerkennung bis in die Gegenwart.  Während einer Vortragsreise starb Alfred Adler 1937 in Aberdeen.

Menschenkenntnis; 1971, Fischer Verlag Frankfurt a. M.

Dieses Buch gibt eine verständliche Einführung in die Grundlagen der Individualpsychologie. Es enthält wichtige Einsichten über den Umgang mit Menschen. Inhalt: Adlers allgemeine Grundlagen der Menschenkenntnis, Kind und Gesellschaft, Minderwertigkeitsgefühl und Geltungsstreben, das Verhältnis der Geschlechter, die Grundzüge der Charakterlehre, Eitelkeit – Neid – Geiz – Haß – Angst – Zaghaftigkeit, Prinzipientreue und Pedanterie, Unterwürfigkeit, Überheblichkeit, Zorn – Freude – Mitleid.

Über den nervösen Charakter; 1972, Fischer Verlag Frankfurt a. M.

In diesem Buch wird das Hauptwerk Alfred Adlers dargestellt. Aussagen der Individualpsychologie über die neurotische und „normale“ Psyche werden hier umfassend und zusammenhängend dargestellt. Die Grunderkenntnis der Individualpsychologie beschreibt Adler mit folgenden Worten: “ Dem kindlichen Minderwertigkeitsgefühl entsprießt ein gereiztes Streben nach Macht, das an den Forderungen der Gemeinschaft und an den Mahnungen des physiologisch und sozial begründeten Gemeinschaftgefühls seine Schranken findet und in die Irre geht. Aus der Hilflosigkeit der Kindes entwickelt sich der „Lebensplan“ des Individuums der vor allem daraus besteht, soziale Anerkennung zu erreichen und Minderwertigkeitskomplex auszugleichen. Der entsprechende Lebensaufbau geschieht unbewußt, aber planmäßig. In diesem Bestreben entwickeln sich die Charaktermerkmale und auch die neurotischen Erscheinungen“.

Individualspychologie in der Schule; 1973, Fischer Verlag Frankfurt a. M.

Dieses Buch enthält die Vorlesungen, die Alfred Adler 1928 am Wiener Pädagogischen Institut gehalten hat. Sie demonstrieren in Theorie und praktischen Fallbeispielen konkrete Möglichkeiten der erzieherischen Einwirkung vor dem Hintergrund der Individualpsychologie. Inhalt: Die ersten fünf Lebensjahre, zur Vorgeschichte der Schwererziehbarkeit, kindliche Lebensstile, Schicksalsschläge, Echte und falsche Kindheitserinerungen, Indheitserinnerungen und Kinderträume, zur Bedeutung von Erinnerungen – Phantasien und Träumen, zur Theorie des Traumes, vier Fallberichte. 

Studie über Minderwertigkeit von Organen; 1977, Fischer Verlag Frankfurt a.  M.

Als die hier nun nach langer Zeit wieder vorliegende Studie zum ersten Mal 1907 publiziert wurde, fand sie breite Aufmerksamkeit in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit.